Gute Gründe für Small-Cap-Unternehmen

Die ersten Monate des Jahres 2018 waren hart für die globalen Aktienmärkte. Die Baisse hat alle Regionen erreicht, denn die Sorgen über höhere Zinssätze und einen möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China haben zugenommen. Aktien von Small-Cap-Unternehmen haben sich in dieser turbulenten Zeit jedoch als relativ widerstandsfähig erwiesen.

Ihre vergleichsweise starke Entwicklung unterstreicht, welche Vorteile eine Small-Cap-Komponente in Portfolios haben kann. Für eine Allokation in Small Caps sprechen drei überzeugende Gründe:

Erstens bieten Aktien kleinerer Unternehmen erhebliche Diversifikationsmöglichkeiten, weil ihre Performance nicht stark mit Large-Cap-Indizes korreliert, wie ihre jüngste Entwicklung verdeutlicht.

Zweitens bergen Small-Caps Potenzial für höhere Renditen und haben in der Vergangenheit besser abgeschnitten als ihre Pendants im Large-Cap-Segment. So hat der MSCIMSCI ACWI Small Cap Index per Ende April 2018 in den letzten 20 Jahren fast 400% gewonnen, wohingegen sein Large Cap-Pendant, der MSCI World, im gleichen Zeitraum „nur“ etwa um 190% zugelegt hatte.1

Drittens ist das Risiko der Anlageklasse deutlich niedriger als von vielen Anlegern angenommen. Tatsächlich sind Small-Cap-Unternehmen oft weniger risikoreich als ihre Large-Cap-Pendants.

Viele Möglichkeiten für Diversifikation

Viele kleinere Unternehmen konzentrieren sich stärker auf das Inland als Large-Cap-Unternehmen und sind deshalb weniger anfällig für globale Verwerfungen und Wechselkursschwankungen. Da Small-Cap-Aktien in der Regel auf andere Impulse reagieren als Large-Cap-Aktien, bieten sie für Portfolios eine wertvolle Diversifikationsquelle.

Das Diversifikationspotenzial im Small-Cap-Universum ist riesig. Der MSCI ACWI Small Cap Index umfasst über 6.000 Unternehmen. Im Vergleich zu ihren Large-Cap-Pendants weisen Small-Cap-Aktien bei ihren Renditen eine grössere Streuung auf, weil sie stärker von aktienspezifischen Faktoren beeinflusst werden als von makroökonomischen und politischen Veränderungen. Dies führt zu einem attraktiven Umfeld für Stockpicker – und beträchtlichen Chancen für spezialisierte Small-Cap-Anleger.

Das Potenzial der Small Caps

Die grössten Unternehmen eines Markts erhalten unweigerlich die meiste Aufmerksamkeit von Anlegern. Wenn man jedoch marktbreite Indizes nach der Zahl der Unternehmen und nicht nach der Marktkapitalisierung aufschlüsselt, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Denn obwohl bei globalen, nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes nur die unteren 15% auf kleinere Unternehmen entfallen, haben sie an der Zahl der weltweit börsennotierten Unternehmen einen Anteil von über 70%.

Die meisten Finanzanalysten konzentrieren sich allerdings auf jene 30% der Unternehmen, die für 85% der Marktkapitalisierung verantwortlich sind. Infolgedessen gibt es in diesem Marktsegment durchschnittlich 22 Analysten pro Aktie. Im Small-Cap-Universum sind es hingegen nur sechs Aktien pro Analyst. Aufgrund dieser unterschiedlichen Abdeckung durch Analysten ist das Potenzial für Fehlbewertungen höher. Hierdurch bieten sich zahlreiche Chancen für Assetmanager, die über die nötigen Fähigkeiten verfügen, um diese Fehlbewertungen aufzudecken und auszunutzen.

Seit der Auflegung des Small-Cap-Indexes im Jahr 2000 hat die Anlageklasse deutlich besser abgeschnitten als ihre grösseren Pendants. Es wird immer Phasen geben, in denen grössere Unternehmen eine Outperformance erzielen. Trotzdem sind wir der Meinung, dass die überlegene Innovationskraft und die Wachstumsaussichten der Small-Cap-Aktien längerfristig zu überdurchschnittlichen Ergebnissen führen werden.

Unterschiedliche Werttreiber

Einer der Gründe, warum Anleger nicht in kleinere Unternehmen investieren, ist, dass sie die Anlageklasse als zu risikoreich für ihre Kunden sehen. Small-Caps haben sich jedoch als weniger volatil erwiesen als einige Large-Cap-Indizes (namentlich in Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und in Schwellenländermärkten) und haben auf globaler Ebene und in den meisten Regionen höhere risikobereinigte Renditen erzielt.

Das heisst nicht, dass es bei Small-Cap-Anlagen keine Risiken gibt. Doch die Risiken der Small-Cap-Anlagen sind eher aktienspezifischer Natur und unterscheiden sich von den Risiken der Large-Cap-Anlagen. Dies unterstreicht, die Diversifikationsvorteile, die Small-Cap-Anlagen bieten.

Abschliessende Überlegungen

Für die Zukunft deutet die jüngste Korrektur am Aktienmarkt darauf hin, dass Anlegern endlich bewusst geworden ist, dass die Zinssätze steigen werden und die expansive Geldpolitik zurückgefahren wird. Vor diesem Hintergrund sind Aktien keine sichere Wette mehr - obwohl die guten Wirtschaftsdaten und solide Unternehmensgewinne weiter Anlass zur Hoffnung geben. Da das Risiko zurückkehrt und die Zentralbanken ihre Unterstützung beenden, werden Aktienkurse in Zukunft durch zukünftige Cashflows und nicht mehr durch eine zinsorientierte Wertsteigerung gerechtfertigt werden müssen.

Vor diesem Hintergrund sind wir der Meinung, dass unser analyseorientierter Ansatz, der auf einem hohen Überzeugungsgrad aufbaut, der beste Weg ist, um langfristig überlegene Ergebnisse zu erzielen.

  1. Quelle: Thomson rieters DataSTream, 30. April 1998 bis 30. April 2018.

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Smaller Companies

Aktien kleinerer Unternehmen können schneller wachsen als ihre grösseren Pendants und sind häufig der Entwicklung in unterschiedlichen Teilen der Wirtschaft ausgesetzt.

Aktien

Schwellenländeranleihen

Schwellenländeranleihen bieten einen beträchtlichen Renditeaufschlag im Vergleich zu ihren Pendants aus Industrieländern.

Festverzinsliche Anlagen

Absolute Return-Strategien

Mit den Absolute-Return-Strategien sollen ungeachtet der vorherrschenden Marktbedingungen positive Renditen erzielt werden.

Multi Asset-Anlagen

Europäische Immobilien

Unsere europäischen Immobilienstrategien basieren auf unseren Insiderkenntnissen in Bezug auf die europäischen Immobilienmärkte.

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